Grundwissen Künstliche Intelligenz Der Einstieg
für alle, die verstehen wollen, wie KI funktioniert und was sie
leisten kann. Stand: Dezember 2025
Alphabetisches KI-Lexikon
Das KI-Fachvokabular ist durchsetzt von englischen
Worten. Deswegen erscheinen etliche in dieser alphabetischen Liste.
(0 ... 9)
Zahlen.
A
Adaptives Lernsystem
Definition Adaptive Lernsysteme (ALS) sind digitale
Lernplattformen, welche zum Teil auch durch Künstliche Intelligenz
unterstützt bedarfsgerechtes, an die Merkmale und Voraussetzungen
der Lernenden angepasstes Lernen ermöglichen. Anstelle eines
one-size-fits-all-Lehr- und Lernansatzes kann ein ALS gezielt auf
Bedarfe des Lernenden eingehen, wie etwa dessen Fähigkeiten und
Vorkenntnisse, Lernstil, Lernziele und arbeitsplatzbezogene
Qualifikationsbedarfe.
AI Act
Gesetzgebung der Europäischen Union (EU), die damit
als erster Staatenbund rechtlich bindende und auf definierten Risikoklassen
basierende Vorgaben für die Entwicklung und den Einsatz von KI
erlässt. Der AI Act wurde im Mai 2024 beschlossen, die Regelungen treten
seither sukzessive in Kraft.
AI Agents
KI-Agenten sind Werkzeuge, die komplexe Aufgaben
automatisieren, für die sonst menschliche Ressourcen erforderlich
wären. Anders als KI-Assistenten wie die bekannten
Chatbots erledigen sie nicht nur reaktiv einzelne Aufgaben, die User
vorgeben. Statt dessen sind sie in der Lage, eine Reihe diverser Aufgaben
nacheinander abzuarbeiten und dabei selbständig Entscheidungen zu treffen.
Das wirtschaftliche Potenzial einer solchen Technologie
erscheint enorm Google hat, passend dazu, das Jahr 2025 bereits als
Beginn eines Age of Agents ausgerufen.
Aleph Alpha
Deutsches KI-Unternehmen, das KI-Sprachmodelle in
vergleichbarer Qualität entwickelt hat wie OpenAI.
Schließlich verloren diese Heidelberger vermutlich auch
deswegen den Anschluss, weil sie nicht über ähnlich milliardenschwere
Finanzierungen verfügten wie die US-Konkurrenz.
Alignment
Alignment bezieht sich in der KI auf die Fähigkeit eines
Systems, Ziele und Handlungen mit den Zielen und Werten der menschlichen
Gesellschaft in Einklang zu bringen.
Es ist wichtig, dass KI-Systeme so ausgerichtet sind, dass sie
im Einklang mit ethischen und moralischen Grundsätzen agieren.
Ein gutes Alignment gewährleistet, dass KI-Systeme die
beabsichtigten Ergebnisse erzielen, ohne unerwünschte Nebenwirkungen zu
verursachen.
Forscher und Entwickler arbeiten daran, Mechanismen zu schaffen,
die ein besseres Alignment von KI-Systemen mit den menschlichen Werten
sicherstellen. Ein mangelhaftes Alignment kann zu unerwünschtem Verhalten
von KI-Systemen führen, was potenziell negative Auswirkungen auf die
Gesellschaft hat. Es ist daher von großer Bedeutung, dass Alignment als
zentrales Thema in der Entwicklung und Anwendung von KI-Technologien betrachtet
wird.
Algorithmus
Ein Algorithmus ist eine klar definierte Anleitung, die
Schritt für Schritt vorgibt, wie eine Aufgabe oder ein Problem zu
lösen ist. Im Sinne eines Entscheidungsbaumes liefert ein Algorithmus
regelbasiert auf jeden ihm bekannten Status (etwa Ich möchte mich
bei xyz bewerben oder Ich möchte einen Workshop buchen)
eine vorher definierte Antwort. Algorithmen sind per se zunächst keine
KI.
Algorithmen sind Handlungsvorschriften; diese werden oft in
Computerprogrammen (= Software) formuliert, sie können aber auch in
menschlicher Sprache formuliert werden...
Algorithmen bestehen aus einer Folge von elementaren
Anweisungen.
Wie funktioniert ein Algorithmus? Ein Algorithmus ist ein
schrittweises Verfahren zum Lösen eines Problems durch ein spezielles
Regelwerk. Deswegen bestehen Algorithmen aus einer Folge von elementaren
Anweisungen (z.B. Verarbeitungsschritte, Grundrechenarten, logischen
Operationen), die nach endlich vielen Schritten die Lösung des gestellten
Problems liefern.
Algorithmen sind universelle Werkzeuge, die heute tausende von
Bereichen eingesetzt werden. Moderne Produkte funktionieren
ausschließlich mit leistungsfähigen Algorithmen. Der Entwurf und das
Programmieren von Algorithmen ist eine kreative Tätigkeit.
Gute Algorithmen müssen dazu eine ganze Reihe von
Eigenschaften erfüllen... Algorithmen sind in allen menschlichen Hirnen
und, ja auch in den Köpfen (fast) aller Tiere. Denn ganz
grundsätzlich betrachtet handelt es sich bei diesen einigermaßen
gehypten Dingern eine eindeutige Handlungsvorschrift zur Lösung
eines Problems so beschreibt die Wikipedia den Begriff.
Denn die Handlungsvorschriften können eben nicht nur in
Computerprogrammen formuliert sein, sondern auch in menschlicher Sprache. Das
beginnt schon an der Verkehrsampel. Das Problem: Jemand möchte eine stark
befahrene Straße unbeschadet überqueren.
1. Suche nach einem Fußgängerüberweg.
2. Gibt es eine Ampel? Falls ja,
3a. überprüfe, ob sie Grün zeigt.
4a. Falls ja, überquere die Straße. Und so
weiter
Beinahe alle Regeln des zwischenmenschlichen Verhaltens und des
Verhaltens in definierten Systemen lassen sich als Algorithmen fassen...
Altman, Sam
Altman ist CEO des US-Unternehmens und ChatGPT-Erfinders
OpenAI. Er ist eines der prominentesten Gesichter der GenAI-Welt. Die
Karriere des 38-Jährigen, der OpenAI mitgegründet hat und
schon in einem Atemzug mit IT-CEOs wie Mark Zuckerberg genannt worden war und
mit dem sich Politiker wie US-Präsident Joe Biden und Bundeskanzler Olaf
Scholz hatten fotografieren lassen, schien abrupt zu enden...
Doch keine Woche später inthronisierte OpenAI seinen Chef
wieder. Zwischendrin hatte Microsoft-CEO Satya Nadella damit geliebäugelt,
Altman in sein Unternehmen zu holen. Anschließend war
OpenAI-Verwaltungsrat Ilya Sutskever, offenbar der Chef-Gegenspieler Altmans,
öffentlich bei X nach Canossa gezogen und hatte sein Verhalten
dort zutiefst bedauert.
Amazon
Prominentes Beispiel für den Aufbau eines digitalen
Ökosystems in einem Unternehmen ist Amazon. Ausgehend von der
ursprünglichen Idee des Handels mit Büchern und Musik hat sich das
Unternehmen im Laufe der Zeit ein digitales Ökosystem aus Zulieferern,
(Handels-)Partnern, Dienstleistern und Kunden geschaffen.
API (Application Programming Interface)
Eine Schnittstelle, die es verschiedenen Softwareanwendungen
ermöglicht, miteinander zu interagieren und Funktionen oder Daten
auszutauschen.
AppliedAI
Applied AI ist eine der Europas führende KI-Initiativen.
Das Ziel: Wissenaustausch mit den führenden Tech-Unternehmen in
Deutschland.
Apps
Apps sind Anwendungen, die Künstliche Intelligenz nutzen,
um Aufgaben auszuführen. Diese Apps können beispielsweise
Spracherkennung, Bilderkennung oder Empfehlungssysteme enthalten. KI-Apps
können auf verschiedenen Plattformen wie Smartphones, Tablets oder
Computern laufen und werden in verschiedenen Branchen wie Gesundheitswesen,
Finanzen und Einzelhandel eingesetzt.
Bekannte Beispiele für KI-Apps sind Siri, Alexa oder der
Google Assistant.
Anwendung (KI-Anwendung)
Eine Software oder ein Tool, das KI nutzt, um Aufgaben zu
übernehmen z. B. Texterstellung, Bilderkennung oder Chatbots.
Artificial General Intelligence
AGI Artificial General Intelligence (Künstliche
Allgemeine Intelligenz). Ein Konzept für eine noch
hypothetische, sehr fortgeschrittene Künstliche Intelligenz,
die alle Aufgaben besser als Menschen erledigen kann und ihre
Fähigkeiten selbst weiterentwickelt.
Mehr dazu.
Artificial Narrow Intelligence. Die aktuelle
"schwache" Künstliche Intelligenz.
Agentensysteme. Künstliche Intelligenz-Modelle, die
ohne ständige Überwachung autonom agieren können, wie z. B.
Selbstfahrende Autos.
Algorithmus. Ein Set von Anweisungen, die es einem
Computer ermöglichen, Daten zu analysieren und Muster zu erkennen, um
Aufgaben eigenständig zu lösen.
Alignment (Ausrichtung) Der Prozess, bei dem eine KI so
eingestellt wird, dass sie wünschenswerte Ergebnisse liefert, z. B. beim
Moderieren von Inhalten.
Anthropomorphismus. Die menschliche Tendenz, unbelebten
Objekten oder KI-Systemen menschliche Eigenschaften, wie etwa Trauer, Freude
oder Empfindsamkeit zuzuschreiben.
Autonome Agenten. KI-Modelle, die selbstständig
komplexe Aufgaben erfüllen können, wie z. B. Selbstfahrende
Autos, die über sensorische Eingänge, GPS und Fahralgorithmen
verfügen, um selbstständig auf der Straße zu fahren.
Augmented Reality (AR)
Bei Augmented Reality, kurz AR, handelt es sich um eine
computergestützte Darstellung, die die Realität um virtuelle Aspekte
erweitert. Im Gegensatz zu VR, bei der ein Nutzer vollständig in eine
virtuelle Welt eintaucht und dabei die physische Realität ausgeblendet
wird, wird bei Augmented Reality die physische Realität weiterhin
wahrgenommen. Diese wird jedoch um virtuelle Elemente ergänzt, wodurch der
Nutzer eine erweiterte Realität wahrnimmt. Zum Erleben wird ein
Smartphone, Tablet, Head-Up-Display, Holographie-System oder eine Augmented
Reality-Brille benötigt.
Autonom fahrende Fahrzeuge
Selbstfahrende Autos.
Autonom fahrende
Fahrzeuge.
Autonome Systeme
Systeme, die ohne menschliches Eingreifen betrieben werden
können, wie selbstfahrende Autos und Drohnen.
Audiogeräte
Audiogeräte sind Geräte, die zur Aufnahme oder
Widergabe von Sounds (z.B. Musik) dienen. Dazu zählen:
Schalplatten (-Spieler und Aufnahmegerät), Kasseten
(-Recorder und -Spieler für Tonbänder), CD (-Spieler und
Herstellergeräte).
Ausserdem: Tonstudio | Radio | Geräuschkulisse |
Monoton/Stereoton | Lautsprecher | HiFi | TV-Aufnahmen | Fernseher.
Mehr dazu: Audio in
KI...
Authentifizierung mit KI
Ein erkanntes Gesicht kann als biometrischer Faktor für die
Authentifizierung eingesetzt werden. In China wird solche KI-gestützte
Gesichtserkennung verstärkt eingesetzt.
Viele der Anwendungen, die insbesondere im Bank- und
Finanzbereich eingesetzt werden, basieren auf der Software Face++ von der Firma
Megvii. Hierbei handelt es sich um eine auf das Deep Learning Framework
Brain++ aufbauende biometrische Anwendung.
Die dahinter stehenden Algorithmen werden mit großen
Datensätzen, also mit sehr vielen Bildern, trainiert. Dieses Maschinelle
Lernverfahren nutzt ein großes, mehrschichtiges Neuronales Netzwerk, das
seine Parameter in der Trainingsphase so lange anpaßt, bis das Gesicht
einer Person zuverlässig erkannt wird.
Avatar
Ein KI-Avatar ist eine visuelle oder stimmliche
Repräsentation, die durch KI generiert oder gesteuert wird. Er kann in
Text-, Audio- oder Videoform auftreten und teilweise dialogfähig sein.
Typen:
- Statische Avatare: mit generiertem Gesicht (z.B. Synthesia,
Replika)
- Sprechende Avatare: lip-synced, z.B. in Erklärvideos
- Interaktive Avatare: Kombination aus LLM (Text) + Speech
Synthesis + Avatar-Grafik
KI-Avatare können Nähe und Empathie simulieren, ohne
Verantwortung oder Authentizität zu garantieren. Sie werfen ethische
Fragen auf, z.B. bei Fake-Personas, Deepfakes oder im Pflegebereich. Ihre
Menschlichkeit ist strategisch nicht real.
B
Backpropagation
Der Backpropagation-Algorithmus stellt eine der zentralen
Methoden für das Training Neuronaler Netze dar. Dabei wird das vom
KI-System ausgegebene Ergebnis, welches zunächst auf einer
willkürlichen Gewichtung der einzelnen Neuronen basiert, mit dem
Erwartungswert abgeglichen und die bei dem Vergleich abgeleitete Differenz
anschließend als Fehlerwert ausgedrückt. Anhand dieses Fehlerwertes
findet im Anschluss eine Fehlerrückführung statt, welche zu einer
Anpassung der Gewichte und damit zur Optimierung des KI-Systems führt.
Bard
Googles erster GenAI-Chatbot hieß Bard. Der hatte einen
schweren Start, nachdem er im Frühjahr 2023 bei der ersten
öffentlichen Präsentation Fakten verdreht hatte. Sogar der
Google-Aktienkurs brach daraufhin ein. Und obwohl einer der größten
Tech-Giganten hinter dem Tool stand, schaffte Bard es zunächst nicht, zu
ChatGPT aufzuschließen.
Zu schlecht war vor allem das sprachliche
Ausdrucksvermögen. Später wurde der Bot in
Gemini umbenannt übernahm also den Namen des
damals neuen KI-Modells von Google. Seit Frühjahr 2025 ist Gemini auf
Augenhöhe mit OpenAIs ChatGPT.
Bias (Voreingenommenheit, Verzerrung)
Bias (Vorurteil). Fehler in KI-Systemen, wie etwa in
großen Sprachmodellen (LLMs), die durch unausgewogene
Trainingsdaten entstehen und zu diskriminierenden Ergebnissen führen.
Bias sind Verzerrungen oder Vorurteile, die in
KI-Systemen stecken können z. B. wenn Trainingsdaten nicht
vielfältig genug sind.
Bias bezieht sich auf eine systematische Abweichung in den
Ergebnissen oder Entscheidungen, die von KI-Systemen getroffen werden. Diese
Verzerrungen können durch ungleiche Gewichtung bestimmter Daten oder
Vorurteile entstehen und zu diskriminierenden Ergebnissen führen.
Ein Bias kann sowohl in den Trainingsdaten als auch im
KI-Algorithmus selbst vorhanden sein und muss aktiv angegangen werden, um faire
und ethische KI-Anwendungen zu gewährleisten. Das Identifizieren und
Reduzieren von Bias ist ein wichtiger Schritt bei der Entwicklung
verantwortungsvoller KI-Systeme.
Big Data
Mit "Big Data" beschreibt man die Tatsache, daß heute im
Internet gigantische Mengen von Daten verfügbar sind. Diese gigantischen
Datenmengen werden zum Training von KI-Software benutzt.
Big Data bezeichnet extrem grofle und komplexe Datensätze,
die mit herkömmlichen Datenverarbeitungstechniken nur schwer analysiert
werden können. Im Kontext von KI ermöglicht Big Data das Training
leistungsstarker KI-Modelle, die durch die Analyse der umfangreichen
Datenmengen Muster erkennen können. Dies führt zu präziseren
Vorhersagen und verbesserten Entscheidungen der KI.
Bildgeneratoren
KI-Bildgeneratoren erzeugen Bilder aus Texteingaben
(Text-to-Image) auf Basis trainierter Neuronaler Netze. Sie arbeiten meist mit
Diffusion Models oder GANs (Generative Adversarial Networks).
Beispiele: DALL·E, Midjourney, Stable Diffusion.
Black Boxing
Die Kunst, Strukturen und Mechanismen digitaler Werkzeuge
bewusst zu schwärzen, also unsichtbar/unlesbar zu machen. Während z.
B. die Benutzeroberflächen dieser Werkzeuge ganz verständlich und
sogar sexy gestaltet werden, bleibt die zugrundeliegende Datenebene »uns
Nutzern/Laien« total unverständlich.
Wir sehen den Wald vor lauter Codes nicht. Und sollen ihn auch
nicht sehen. Was weiterhin gern geblackboxt wird, sind auch solche Dinge: die
Energiekosten bei der Datengewinnung, die menschenunwürdigen Bedingungen,
unter denen Rohstoffe für Computer und Mobilgeräte abgebaut werden;
die Sklaven-Klickarbeit zum Füttern der KIs mit Daten.
Blockchain
Blockchain ist eine ursprünglich für den Finanzmarkt
entwickelte Technologie. Sie macht es möglich, jegliche Art von
Information in einer öffentlich einsehbaren Datenbank zu speichern, zu
verarbeiten, zu teilen und zu verwalten.
In einer kontinuierlichen Liste von Datensätzen
(Blocks) werden diese mittels eines kryptografischen
Verschlüsselungsverfahrens verkettet. Die Blockchain ist ein Netzwerk,
üblicherweise innerhalb des Internets.
Im Gegensatz zur Cloud werden Informationen nicht auf einem
einzelnen Server gespeichert, sondern jeweils lokal, auf allen Rechnern im
Netzwerk also dezentral. Dies ist auch der Grund, warum die Technologie
als besonders sicher angesehen wird: Um Informationen zu verfälschen,
müsste nicht ein Server gehackt werden, sondern jeder einzelne Computer in
der Blockchain.
Die Kontrolle über die Informationen wird dezentralisiert.
In der Blockchain können Transaktionen getätigt werden. Transaktionen
können jede Art von Änderungen an Informationen sein, z. B. eine
Finanztransaktion, ein Vertrag, Testament, Aktien, Kaufverträge.
Innerhalb der Blockchain kann eine Information jederzeit
nachvollzogen werden für alle, Teilnehmer. Das gesamte Netzwerk
kann also über die Transaktionen Buch führen bzw. diese
kontrollieren. Die Informationen werden in sogenannte Blöcke abgelegt.
Ein Block enthält immer auch eine Transaktions-Historie.
Jeder neue Block ist verbunden mit dem vorhergehenden Block und enthält
die Historie in Form einer Prüfsumme des vorhergehenden Blocks sowie der
gesamten Kette. Jeder Block wird verifiziert, versiegelt und im Netzwerk
geteilt. Einmal verifiziert ist der Block und die darin enthaltene Information
unveränderlich und für jeden sichtbar gespeichert dies macht
die Blockchain entsprechend transparent.
Bot
Als Bot wird ein Programm bezeichnet, welches wiederkehrende
Aufgaben automatisiert bearbeiten kann und damit in verschiedenen
Anwendungsszenarien einsetzbar ist. Als bekannteste Programme dieser Art sind
Chatbots, Social Bots und Game Bots zu nennen.
Mithilfe von Machine-Learning-Methoden werden die Bots so
trainiert, dass sie in der Lage sind, adäquat auf die Anforderungen der
zukünftigen Bedienenden einzugehen. Ein Chatbot muss in diesem
Zusammenhang beispielsweise auf eine individuelle Kundenanfrage reagieren
können.
Bundesnetzagentur
Die Bundesnetzagentur wird die zentrale Behörde zur
KI-Aufsicht in Deutschland. Damit ist sie auch dafür zuständig,
dass Unternehmen den AI Act einhalten. Für einzelne, branchen-
oder themenbezogenen Aspekte bei der KI-Gesetzgebung werden nachgeordnet
spezialisierte Behörden zuständig sein.
Für den Finanzbereich ist dies die Bundesanstalt für
Finanzdienstleistungen (BaFin), für Automotive-Themen das
Kraftfahrtbundesamt und für den Datenschutz die
Datenschutzbehörden.
C
Chatbot
(to chat = plaudern). Chatbots sind KI-Programme, die
menschliche Konversation simulieren. Sie können sowohl textbasiert
als auch sprachbasiert sein und werden immer ausgefeilter in der
Verarbeitung unserer Sprache - der "natürlichen Sprache".
Ein Chatbot ist ein Computerprogramm, das mithilfe von KI oder
vordefinierten Regeln automatisch auf Nutzeranfragen antwortet. Chatbots
können in verschiedenen Anwendungen eingesetzt werden, wie zum Beispiel im
Kundenservice, Marketing oder als persönlicher Assistent.
Sie können auf verschiedenen Plattformen wie Websites,
Messenger-Apps oder Sprachassistenten eingesetzt werden. Chatbots können
durch Machine Learning und Natural Language Processing (NLP)
immer besser auf die Bedürfnisse der Nutzer eingehen und somit eine
menschenähnliche Interaktion ermöglichen.
ChatGPT
Alle reden über den revolutionären Chatbot von OpenAI;
ChatGPT genannt.
Ein Chatbot von OpenAI, der große Sprachmodelle
verwendet, um menschliche Sprache zu simulieren. ChatGPT ist ein
KI-gestützter Chatbot, der auf dem Modell GPT5 basiert. Er wurde
entwickelt, um u.a. menschenähnliche Texte zu redigieren und um Fragen zu
beantworten. Es kann aber noch eine ganze Menge mehr...
Ganz neu ist die Version GPT-5 auf dem Markt. In der 2025
veröffentlichten Version können bis zu viermal längere Texte
verarbeitet werden. ChatGPT verarbeitet über 200 Milliarden Parameter.
Die neuste Version kann Bilder oder Audio als Inputquelle
verwerten. Die Künstliche Intelligenz kann zum Beispiel eine Tasse auf
einem Foto erkennen.
GPT5 ist ein Multimodal Large Language Model. GPT
ist die Abkürzung für Generative Pre-trained Transformer.
ChatGPT nutzt KI um menschliche Sprache zu verstehen und so eine der
menschlichen Sprache ähnelnde Antwort zu erzeugen. ChatGPT ist der
Prototyp eines dialogbasierten Chatbots.
Im November 2022 wurde er als Beta-Version veröffentlicht.
Auf der Grundlage des GPT3-Sprachmodells von OpenAI ist die
Deep-Learning-Technologie von ChatGPT aufgebaut.
Die GPT3-Technologie basiert auf Erfahrungen und Lernprozessen
von Algorithmen aus verschiedenen Netzwerken mit sehr grossen Datenmengen.
ChatGPT wurde mit sehr vielen Texten aus dem World Wide Web
trainiert und gibt auf dieser Grundlage zu den meisten Themen Antworten. Mit
dem neuen Plugin Browse with Bing kann man nun auch zusammen mit
der Suchmaschine Bing im Internet nach Inhalten suchen.
ChatGPT ist ein KI-basierter Chatbot des
US-amerikanischen Unternehmens OpenAI, der auf den GPT- Modellen (Stand
Juni 2025: GPT-4) basiert.
Die Anwendung wurde 2022 veröffentlicht und ist durch ihre
intuitive Bedienbarkeit weit verbreitet. Eigenschaften:
- Textgenerierung über LLM
- Trainingsdaten: Webtexte, Bücher, Wikipedia, Code
- Anbieter: OpenAI (in Partnerschaft mit Microsoft)
ChatGPT ist oft überrepräsentiert in der Diskussion
über KI, obwohl es nur ein kommerzielles Beispiel unter vielen ist. Seine
intransparente Trainingsbasis, Lizenzfragen und Limitierungen werden
häufig übersehen.
ChatGPT Pro
Hochleistungs-KI-Modell, im Dezember 2024 herausgebracht. Mit
ChatGPT Pro hat OpenAI eine neue Dimension in der KI-Entwicklung erreicht.
Claude
Das amerikanische
KI-Forschungsunternehmen Anthropic hat
mit Claude einen direkten Konkurrenten zu ChatGPT
auf den Markt gebracht. Anthropic wurde von ehemaligen OpenAI-Forschenden
gegründet und hat sich, finanziert von Amazon, zu einem ernsthaften
ChatGPT-Konkurrenten entwickelt.
Wenn es um sprachlich elaborierte deutsche Texte geht, ist es
den Modellen von OpenAI sogar meist überlegen.
Cloud-Computing
Die Bereitstellung von Daten, Rechenleistung und KI-Tools
über das Internet oft notwendig für aufwendige
KI-Anwendungen.
Cognitive Computing
Beim Cognitive Computing (CC) handelt es sich um IT-Prozesse,
die menschliche Denkprozesse simulieren. Ähnlich wie das menschliche
Gehirn können CC-Systeme komplexe und unsichere Informationen aus
verschiedenen Quellen verarbeiten, Muster erkennen, Hypothesen aufstellen und
aus Erfahrungen lernen. Dazu nutzen sie Technologien wie Maschinelles Lernen,
Verarbeitung natürlicher Sprache (NLP) und Computervision. So können
sie mit Menschen in einer sehr menschlichen Weise interagieren und dabei
vielschichtige Probleme lösen.
Computer
. Rechner, gebaut für die Abwicklung von Programmen
(Software). Es gibt verschiedene Arten von Computer: Personal Computer
(PC), Laptop, Tablet, Smartphones, Mittlere
Datentechnick, Superrechner, Quantencomputer.
Computer Vision
Ein Teilbereich der KI, der es Computern ermöglicht,
Informationen aus visuellen Medien wie Bildern und Videos zu extrahieren, um
sie zu verstehen und zu interpretieren.
D
Data Augmentation
(Datenaufbereitung) Das Remixen oder Erweitern von Daten, um
eine KI-Software besser zu trainieren.
Datensatz
Eine strukturierte Sammlung von Daten, mit denen KI-Systeme
trainiert werden. Qualität und Vielfalt dieser Daten bestimmen, wie gut
eine KI dann funktioniert.
Datenschutz
Datenschutz bezieht sich auf die Maßnahmen zum Schutz
personenbezogener Daten vor unbefugtem Zugriff, Verlust oder Missbrauch. Im
Bereich der KI ist Datenschutz von entscheidender Bedeutung, da KI-Systeme oft
auf große Mengen sensibler Daten zugreifen.
Unternehmen und Entwickler müssen sicherstellen, dass
KI-Anwendungen die Datenschutzbestimmungen einhalten, um die Privatsphäre
der Nutzer zu schützen. Dies beinhaltet die Anonymisierung von Daten, die
Einhaltung von Datenschutzgesetzen wie der DSGVO und die Implementierung von
Sicherheitsmaßnahmen, um Daten vor unerlaubtem Zugriff zu schützen.
Datenschutzrichtlinien und Transparenz bezüglich der Datennutzung sind
ebenfalls wichtige Aspekte, um das Vertrauen der Nutzer in KI-Systeme zu
gewährleisten.
Debugging
Debugging bezeichnet den Prozess des Auffindens, Analysierens
und Behebens von Fehlern oder Bugs in Software oder Algorithmen. Dieser Vorgang
ist entscheidend, um die Leistung und Funktionalität von KI-Anwendungen zu
verbessern.
Typische Methoden des Debuggings umfassen das Durchführen
von Tests, das Überprüfen von Code und das Analysieren von
Fehlerprotokollen. Werkzeuge wie Debugging-Software und
Protokollierungsfunktionen unterstützen Entwickler dabei, Fehler effizient
zu lokalisieren und zu beheben. Ein gründliches Debugging trägt dazu
bei, die Zuverlässigkeit und Effektivität von KI-Systemen zu
gewährleisten.
Debunking
Debunking bezieht sich auf den Prozess, falsche oder
irreführende Informationen zu widerlegen oder zu entlarven. In Bezug auf
KI kann Debunking dazu verwendet werden, um falsche Annahmen oder Mythen
über KI-Technologien zu entlarven und korrekte Informationen zu
verbreiten.
Dieser Prozess ist wichtig, um Missverständnisse über
KI zu klären und ein genaueres Verständnis zu fördern. Debunking
kann durch Faktenchecks, klare Kommunikation und Aufklärung über die
Funktionsweise von KI-Systemen erfolgen. Es trägt dazu bei, Vertrauen in
KI-Technologien aufzubauen und die öffentliche Wahrnehmung zu
verbessern.
Deep Learning
Deep
Learning. Tiefes Lernen. Eine KI-Methode, bei der künstliche
Neuronale Netze verwendet werden, um komplexe Muster in Daten zu erkennen.
Diese erstellen Rechenmodelle, die aus mehreren Verarbeitungsschichten
zusammengesetzt sind, können so verschiedene Abstraktionsebenen zu den
Daten anlegen.
DeepSeek
Erstes chinesisches KI-Modell, das den US-Platzhirschen
Konkurrenz macht. Vor allem bei Reasoning-Problemen ist das Ende 2024
gelaunchte Open-Source-Modell sogar ChatGPT, Gemini und
Llama überlegen.
Zudem soll es weniger Energie und Rechenpower brauchen. Das
unerwartete Aufkommen eines scheinbar gleichstarken chinesischen Konkurrenten
hat die Börsen im Januar 2025 so in Aufruhr versetzt, dass kurzfristig 1,3
Billionen (!) Dollar Aktienwert von US-Tech-Firmen vernichtet wurden.
Detektoren
KI-Detektoren sind Programme, die KI-generierten Text von
menschengemachten Text unterscheiden und diese entdecken können. Hierbei
analysieren sie die Texte anhand ihres Aufbaus und anhand ihres
zugrundeliegenden Sprachmodells.
Diffusion
Eine Methode des Maschinellen Lernens, die Daten wie Fotos mit
Rauschen versieht und sie dann neu rekonstruiert.
Digital Twin
Ein Digitaler Zwilling ist eine virtuelle Darstellung eines
physischen Objekts oder Prozesses. Er kann den gesamten Produktlebenszyklus
umfassen, wie Design, Fertigung, Betrieb und Service. Der digitale Zwilling
sieht aus und verhält sich wie sein physisches Gegenstück, spiegelt
die reale Welt wider und passt sich in Echtzeit an das an, was dort passiert.
Er kann auch als virtueller Testraum genutzt werden, um zu
erkunden, was passieren würde, wenn reale Änderungen vorgenommen
würden. Digitale Zwillinge wurden durch Fortschritte bei den Algorithmen
und ihrer Implementierung, einschließlich des Maschinellen
Lernens, möglich. Sie sind ein Mittel, um präzise Vorhersagen zu
treffen, die der Physik der gespiegelten physischen Umgebung gehorchen.
Digitalisierung
Im ursprünglichen Sinn meint Digitalisierung das Umwandeln
von analogen Informationen in digitale Formate es geht also darum,
digitale Darstellungen von analogen Informationen, physischen Objekten oder
Ereignissen zu schaffen.
Digitalisierung schließt damit auch die digitale
Modifikation von Instrumenten, Geräten und Fahrzeugen ein.
Ursprünglich lässt sich die Digitalisierung auf die Umwandlung von
analogen Medien wie Fotografien, Tonaufnahmen, Filmen oder Dokumenten
zurückführen. Ergebnis dieser Digitalisierung sind Dateien, die aus
einer Folge von Bits und Bytes bestehen.
Liegen Daten in digitaler Form vor, so können sie über
unterschiedliche Medien transportiert sowie grundsätzlich auf
unterschiedlichen Endgeräten präsentiert werden. Analoge Inhalte sind
dagegen an ihr Medium gebunden. Der Begriff der Digitalisierung wird
darüber hinaus auch stellvertretend für die digitale Revolution, die
auch als digitale Transformation bekannt ist, verwendet.
In ländlichen Regionen kann die Digitalisierung in
verschiedensten Themenbereichen, wie z. B. Mobilität (On-Demand-Services),
Gesundheit (Telemedizin) oder Bildung (e-Learning) den Erhalt der
Attraktivität ländlicher Räume unterstützen und den
Akteuren vor Ort dabei helfen, den Herausforderungen des demographischen
Wandels sowie der Bevölkerungsabwanderung erfolgreich zu begegnen.
Display
Bildschirm. Monitor.
DSGVO
Die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) ist ein Beispiel
für KI-Governance, insbesondere im Zusammenhang mit dem Schutz
personenbezogener Daten und der Privatsphäre. Obwohl sich die DSGVO nicht
ausschließlich auf KI konzentriert, sind viele ihrer Bestimmungen
für KI-Systeme von großer Bedeutung, insbesondere für solche,
die personenbezogene Daten von Personen innerhalb der Europäischen Union
verarbeiten.
Die Europäische DSGVO ersetzt die aus dem Jahr 1995
stammende EU- Datenschutzrichtlinie. Ziel der DSGVO ist ein weitestgehend
einheitliches Datenschutzrecht innerhalb der EU. Darin werden vor allem die
Rechte und Kontrollmöglichkeiten derjenigen gestärkt, deren
personenbezogene Daten verarbeitet werden.
Personenbezogene Daten sollen dadurch stärker
geschützt und gleichzeitig ihr freier Verkehr besser gewährleistet
werden. Konkret geregelt werden in der neuen Verordnung vor allem die
Rechtsgrundlagen der Datenverarbeitung, die Rechte der Betroffenen und die
Pflichten der Verantwortlichen.
Die Rechte der Nutzer werden durch neue Transparenz- und
Informationspflichten der datenverarbeitenden Unternehmen gestärkt.
Betroffene sollen leichter Zugang zu ihren Daten und der Information über
deren Nutzung haben. Außerdem ist das Recht auf
Vergessenwerden, also der Anspruch auf Löschung personenbezogener
Daten, nun gesetzlich verankert.
Die DSGVO stellt außerdem weitergehende Anforderungen an
den Datenschutz in Unternehmen. Neu ist z. B. die Pflicht, elektronische
Geräte und Anwendungen datenschutzfreundlich voreinzustellen sowie die
Pflicht zur Datenschutz-Folgenabschätzung bei besonderen Risiken für
die erhobenen Daten, etwa durch neue Technologien.
Die DSGVO gilt auch für Unternehmen, die ihren Sitz zwar
außerhalb der EU haben, deren Angebote sich aber an EU-Bürger
richten. Dies hat weitreichende Konse- quenzen für Unternehmen wie
Facebook und Google mit Sitz in den USA.
Das Europäische Parlament hat die DSGVO am 14. April 2016
mit breiter Mehrheit angenommen.
E
Eliza-Effekt
Der Eliza-Effekt bezieht sich auf die Tendenz von Menschen,
menschenähnliche Eigenschaften auf KI-Systeme zu projizieren. Dieser
Effekt wurde erstmals bei dem Chatbot Eliza beobachtet, der in den
1960er Jahren von Joseph Weizenbaum entwickelt wurde. Menschen neigen
dazu, KI- Systemen mehr Intelligenz und Emotionen zuzuschreiben, als sie
tatsächlich besitzen.
Der Eliza-Effekt kann die Interaktion mit KI beeinflussen, da
Nutzer dazu neigen, KI-Systeme menschenähnlicher zu behandeln. Dieser
Effekt ist wichtig für die Gestaltung von KI-Systemen, um realistische
Erwartungen bei den Nutzern zu schaffen und Missverständnisse zu
vermeiden.
Emergentes Verhalten
Wenn eine KI unbeabsichtigte Fähigkeiten zeigt, die ihr
nicht explizit beigebracht wurden.
End-to-End-Lernen (E2E)
Ein Verfahren, bei dem KI-Modelle eine Aufgabe vollständig
lösen, ohne Schritt-für-Schritt-Anweisungen zu benötigen.
Ethik der KI
Forschungszweig, der die diversen moralischen und
gesellschaftlichen Fragen rund um KI zu beantworten versucht. Vor dem Aufkommen
von Generativer KI vor allem mit den Konsequenzen von
Singularität verbunden also der Frage, wie wir damit
umgehen, wenn Künstliche Intelligenz dem Menschen irgendwann
überlegen ist.
Mit GenAI kamen diverse neue Themen dazu, bspw. Biases der
Chathots, (unrechtmäßige) Nutzung der Trainingsdaten und Umgang mit
Nutzerdaten. Aus Corporate-Sicht ist aus ethischer Sicht vor allem die Frage
wichtig, wie es gelingt, dass möglichst wenige Mitarbeitende
abgehängt werden.
Ethische Fragen
Eine grundlegende Frage im Bereich der Ethik betrifft den Umgang
mit Daten. KI-Systeme, die auf Maschinellem Lernen basieren, benötigen
große Mengen an Daten, um effektiv zu funktionieren. Dabei handelt es
sich häufig um persönliche oder sensible Daten, was Fragen zur
Privatsphäre und zum Datenmissbrauch aufwirft.
Wie gehen wir mit dem Sammeln, Speichern und Teilen dieser
Daten um? Wie schützen wir die Privatsphäre der Menschen und
verhindern gleichzeitig den Missbrauch von Daten? Es ist wichtig, Richtlinien
und Standards zu entwickeln, die den Datenschutz sicherstellen und gleichzeitig
die Möglichkeiten nutzen, die KI bietet.
Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Verantwortlichkeit. Wenn
ein KI-System einen Fehler macht oder Schaden verursacht, wer ist dann
verantwortlich?
Ist es der Entwickler der KI,
der Nutzer, der die KI einsetzt,
oder sogar die KI selbst?
Diese Frage wird besonders relevant, wenn man an autonome
Systeme denkt, wie z.B. selbst- fahrende Autos. Im Falle eines Unfalls
müssen klare Richtlinien festgelegt werden, um die Verantwortung zu
klären.
Ethische Überlegungen
Ethische
Überlegungen. Die Auseinandersetzung mit den ethischen Fragen rund
um den Einsatz von KI, wie Datenschutz, Datennutzung, Fairness, Missbrauch und
anderen Sicherheitsfragen.
F
Fake News
Fake News sind falsche oder irreführende Informationen, die
absichtlich verbreitet werden, um die öffentliche Meinung zu beeinflussen
oder Desinformation zu fördern. In Bezug auf künstliche Intelligenz
beinhaltet die Bekämpfung von Fake News auch die Verwendung von
Algorithmen und maschinellem Lernen, um die Verbreitung und Identifizierung
falscher Informationen zu überwachen und einzudämmen.
KI-Systeme können beispielsweise dazu beitragen, Muster in
der Verbreitung von Fake News zu erkennen und die Glaubwürdigkeit von
Nachrichtenquellen zu bewerten. Darüber hinaus werden KI-gestützte
Tools entwickelt, um die Authentizität von Inhalten zu
überprüfen und die Auswirkungen von Fake News auf die Gesellschaft zu
minimieren.
Feinjustierung (Fine-Tuning)
Das Nachtrainieren eines bestehenden KI-Modells mit eigenen
Daten, damit es besser zu spezifischen Aufgaben passt z. B. in einer
bestimmten Fachsprache.
Firefly
Adobe verfügt über einen eigenen KI Bild-Generator mit
dem Namen Firefly. Firefly verfügt über verschiedene
Features wie Text-zu-Bild und generative Füllung. Es gilt als
rechtssicherer als klassische KI-Bild-Generatoren, da Adobe mit lizenzierten
Bildern aus ihrer eigenen Bilddatenbank Adobe Stock trainiert hat.
Firefly kann somit kommerziell genutzt werden, ohne dass eine Verletzung des
Urheberrechts befürchtet werden muss.
Foom
Foom. Auch bekannt als Fast Takeoff oder
Hard Takeoff. Das Konzept, dass es bereits zu spät sein
könnte, die Menschheit zu retten, falls jemand eine AGI baut.
G
GANs (Generative adversarielle Netze)
GANs (Generative adversarielle Netze). Ein generatives
KI-Modell, das aus zwei neuronalen Netzwerken besteht, um neue Daten zu
generieren:
- einem Generator
- und einem Diskriminator.
Der Generator erstellt neue Inhalte und der Diskriminator
überprüft, ob sie authentisch sind.
(Google) Gemini
Gemini heißt die Sprachmodell-Familie von Google,
die im Dezember 2023 vorgestellt wurde. Damit bekam GPT-4 von OpenAI erstmals
ernsthafte Konkurrenz. Sukzessive baut Google die Gemini-Features in die
gesamte Google Suite ein und macht damit Microsoft Copilot Konkurrenz.
Gemini hat inzwischen mehr als 350 Millionen aktive Nutzer
(monthly active = MAU, Stand 04/25) das sind mehr, als etwa das
weltgrößte Business-Netzwerk LinkedIn ausweist.
Google Gemini. Ein KI-Chatbot von Google, der
Informationen in Echtzeit aus dem Internet bezieht, während etwa
ChatGPT auf Daten bis 2021 beschränkt ist und nicht mit dem
Internet verbunden ist.
Gehirn
Gehirn. Das menschliche Gehirn ist die Steuerzentrale
für unser Denken, Entscheiden und Tun.
Gehirn-Computer-Schnittstellen
Die Entwicklung von Gehirn-Computer-Schnittstellen (Brain
Computer Interfaces, BCIs) ist ein schnell wachsendes Feld, und immer mehr
Unternehmen und Forschungseinrichtungen arbeiten an ähnlichen
Technologien.
Generative KI
Eine Technologie zur Generierung von Inhalten, die
KI-Software zur Erstellung von Texten, Videos, Computercodes oder Bildern
verwendet.
Die KI wird mit großen Mengen an Trainingsdaten
gefüttert und findet Muster, um eigene, neuartige Antworten zu generieren,
die manchmal dem Ausgangsmaterial ähneln können.
Generative Pretrained Transformer
Generative Pretrained Transformer ist die ausgeschriebene Form
der vielfach genutzten Abkürzung GPT.
Generative vortrainierte Transformer sind
Sprachmodelle für die Nutzung in GenAI.
Den ersten GPT hat OpenAI entwickelt und im Jahr 2018
vorgestellt.
GPT-Modelle sind mit großen Text-Datensätzen
trainiert und in der Lage, durch die Verknüpfung dieser Inhalte
neuartigen, menschlich klingenden Content zu generieren.
Heute werden Large Language Models, also die
großen Sprachmodelle, und GPTs oft gleich gesetzt.
Manchmal wird GPT auch mit General purpose
technology übersetzt also als Allzwecktechnologie, die
wirtschaftliche und soziale Strukturen drastisch verändern kann. Dieses
Synonym soll auf die disruptiven Potenziale von GenAI hinweisen.
General-Purpose AI
General-Purpose AI Models (GPAI) sind KI-Systeme, die
verschiedene Aufgaben bewältigen können. Während manche
GenAI-Tools spezielle Zwecke erfüllen, bspw. die Übersetzung von
Text, sind GPAI breiter angelegt und komplexer in der Entwicklung.
Das bekannteste GPAI ist ChatGPT, das zum einen diverse
Importe verarbeiten kann von Text bis zu Sprache und zugleicb
auch unterschiedliche Medien ausgibt seit der Integration von Dall-E
auch Bilder.
Im AI Act der EU sind GPAIs explizit als regulierenswert
erwähnt und werden auch strenger behandelt als normale GenAI.
Gesichtserkennung
Gesichtserkennung ist die Analyse der sichtbaren
Merkmale des frontalen Kopfes, gegeben durch geometrische Anordnung und
Textureigenschaften seiner Oberfläche. In technischem Zusammenhang
zählt Gesichtserkennung zu den sogenannten biometrischen Verfahren.
Sie wird sicherheitstechnisch, kriminalistisch und forensisch
eingesetzt, zum Zweck der Identifikation oder Verifikation von Personen.
Typischerweise dient die technische, computergestützte Gesichtserkennung
zur Zutrittskontrolle zu sicherheitsempfindlichen Bereichen und zur Suche nach
Dubletten in Datenbanken, beispielsweise in Melderegistern zur Vermeidung von
Identitätsdiebstahl.
Maßgeblich für die Erfassung und digitale
Repräsentation von Gesichtsbildern für interoperable Zwecke,
insbesondere zur Ver- wendung in elektronischen Reisepässen und in der
Kriminalistik, ist der internationale Standard ISO/IEC 19794-5. Seine
detaillierten Spezifikationen hinsichtlich Bildinhalt und Aufnahmetechnik
zielen auf eine hohe Erkennungsqualität.
Großes Sprachmodell (LLM)
Ein auf riesigen Textmengen trainiertes KI-Modell, das
menschliche Sprache versteht und generiert.
GPUs
GPUs (Graphics Processing Units) sind Computerprozessoren, die
vor allem für Grafik genutzt werden. Im Gegensatz zu den üblichen
Prozessoren, den CPUs (Central Processing Units), sind sie besonders gut
in der parallelen Berechnungen großer Datenmengen.
Ohne sie wäre Deep Learning, also die Ausbildung
tiefer Neuronaler Netzwerke, kaum möglich. Entsprechend groß ist
aktuell bei KI-Firmen die Nachfrage nach diesen Prozessoren.
Die größten GPU-Hersteller sind Firmen wie
die daher auch entsprechend vom GenAI-Boom profitieren. In China
ist Huawai ein wichtiger Hersteller.
GPT
GPT steht für Generative Pretrained
Transformer und bezieht sich auf Sprachmodelle, die auf der
Transformer-Architektur basieren. Diese Modelle sind darauf trainiert,
menschenähnliche Texte zu generieren und werden häufig für
Aufgaben wie Textgenerierung, Übersetzung und Dialogsysteme eingesetzt.
GPT-Modelle sind für ihre Fähigkeit bekannt,
kontextbezogene Texte zu erzeugen und haben in verschiedenen Anwendungen der
Künstlichen Intelligenz breite Anwendung gefunden.
H
Halluzination
Wenn Jemand falsche Informationen liefert und dabei
überzeugend klingt, obwohl diese falsch sind.
In der KI-Sprache bezeichnet der Begriff
Halluzinationen die Tendenz eines Modells, Informationen zu
erzeugen, die nicht korrekt oder nicht in den Trainingsdaten enthalten sind.
Das Modell generiert manchmal Antworten oder Daten, die
irreführend, falsch oder einfach erfunden sind.
Diese Halluzinationen können durch verschiedene Faktoren
verursacht werden, darunter unzureichende Trainingsdaten, Überanpassung an
bestimmte Daten oder inhärente Unsicherheiten in der Modellarchitektur.
Bei der Arbeit mit Large Language Models ist es daher
wichtig, Antworten kritisch zu überprüfen.
Heitlinger, Paulo. Autor dieser Web-site.
Human in the loop
Human in the Loop ist ein Konzept, das in der Anwendung von
Künstlicher Intelligenz verwendet wird. Es bezieht sich auf die Einbindung
von menschlicher Expertise in den KI-Entscheidungsprozess. Dabei wird der
Mensch als Teil des Prozesses betrachtet und kann beispielsweise als
Kontrolleur oder Entscheider fungieren.
Das Ziel ist es, die KI-Entscheidungen zu verbessern und
sicherzustellen, dass sie immer ethisch verantwortungsvoll sind. Durch die
Einbindung des Menschen in den Prozess kann auch die Qualität der Daten
verbessert werden, auf denen die KI basiert.
HeyGen
Das am weitesten entwickelte Text-to-Video-Tool auf dem Markt.
HeyGen wurde vor allem durch seine sehr realistisch agierenden Avatare
bekannt.
Man nutzt es, um Avatar-basierte Erklär- und Schulungsfilme
zu erstellen. Mittelfristig wird Video-KI einen ähnlich großen
Sprung nach vorne darstellen, wie es GenAI-Chatbots in 2023 getan haben:
Künftig wird man mit wenigen Änderungen im Skript in wenigen Minuten
ein komplettes Video aktualisieren oder erweitern können ein
Aufwand, für den man früher Tage brauchte.
I
Ideogram
Ideogram ist ein KI-Bildgenerator, der bereits Anfang 2024
als erster nicht nur realistische Bilder erstellen, sondern auch Texte als
Bilder korrekt darstellen konnte anders als Midjourney, dem Text in Bild
immer noch schwerfiel.
Neue Tools wie die deutsche Bild-KI Flux von Black
Forest Labs (und inzwischen auch die Bild-KI von ChatGPT und Gemini)
können ebenfalls sehr gut mit Sprache umgehen.
Industrie 4.0
Ein Begriff, der die vierte industrielle Revolution beschreibt,
bei der KI, IoT und andere fortschrittliche Technologien in Fertigung und
Industrie integriert werden.
Inferenz
Inferenz ist jener Prozess, bei dem ein KI-Modell auf unsere
Prompts hin eine Antwort/ein Ergebnis erzeugt, indem es sein Wissen aus dem
Training nutzt.
Internetzugriff
Internetzugriff sollte für KI-Tools
selbstverständlich sein. Perplexity und Google Gemini
konnten für ihre Antworten von Beginn an das Netz durchsuchen, ChatGPT
hingegen in der Grundversion 3.5 nicht.
Erst die Bezahlversion ChatGPT 4 ermöglichte,
zunächst über Plugins wie Webpilot, die Abfrage einzelner URLs. Erst
im Herbst 2023 kam mit Browse with Bing eine neue Funktion hinzu,
die laut OpenAI Internetzugriff ermöglichte.
Internet of Things (IoT)
Das Internet of Things (IoT) ist eine Form von Netzwerk, das aus
zahlreichen sogenannten Smart Objects besteht. Smart Objects sind
Gegenstände, die mit Sensoren ausgestattet sind und sich damit per M2M
(Machine-to- Machine-Communication) austauschen können.
Jedes intelligente Objekt im Internet of Things ist
über eine eigene Internetadresse identifizierbar und kann dadurch vom
Menschen oder anderen Systemen über das Internet angesprochen und
gesteuert werden. Durch die Verbindung mit dem Internet sind die smarten
Geräte in der Lage, selbstständig zu agieren, sich Situationen
anzupassen und auf bestimmte Szenarien zu reagieren.
Als Teil des Internet of Things ist jeder reale Gegenstand in
der Lage, seine Zustandsinformationen laufend im Internet zur Verfügung zu
stellen. So zum Beispiel ein Kühlschrank, der seinen Besitzer informiert,
sobald bestimmte Lebensmittel fehlen oder diese sogar selbstständig im
Geschäft nachbestellt.
Im Industriesektor sind derartige Zustandsinformationen
insofern nützlich, dass der Anwender (z. B. Produk- tionsmitarbeiter) die
Nutzbarkeit eines Geräts verbessern kann oder rechtzeitig über eine
notwendige Wartung beziehungsweise den erforderlichen Austausch einer
Komponente Kenntnis erlangt.
Der Anwendungsbereich des Internet of Things reicht von einer
allgemeinen Informationsversorgung über automatische Bestellungen bis hin
zu Warn- und Notfallfunktionen.
J
K
Künstliche Intelligenz (KI)
Software-Technologien, die menschliche Intelligenz simulieren,
um menschliche Aufgaben auszuführen.
KI beschreibt die Fähigkeit von Computern, Aufgaben zu
erledigen, die bislang dem intelligentem Menschen vorbehalten waren. Dazu
gehören die Fähigkeiten Schlussfolgerungen zu ziehen, Bedeutungen zu
erkennen, Umgebungsparameter wahrzunehmen, zu verallgemeinern.
Oder aus der Vergangenheit lernen und daraus Schlüsse
für künftige Entwicklungen zu ziehen. Die Auswirkungen von KI auf
unser tägliches Leben sind beachtlich auch wenn man den ganzen Hype
abzieht, welchen die Medien um diese Technologie weben. Von Anwendungen wie
Suchalgorithmen und Empfehlungssystemen bis hin zu hochkomplexen Anwendungen
wie Autonome Fahrzeuge und KI-Übersetzern KI ist zu einem festen
Bestandteil unserer Welt geworden.
Künstlerische Intelligenz
KI-Ethik Prinzipien, die verhindern sollen, dass KI-Systeme
Menschen schaden, beispielsweise durch den Missbrauch von Daten.
KI-Leitplanken
KI-Leitplanken (Schutzmaßnahmen).
Einschränkungen, die verhindern sollen, dass KI-Modelle unethische oder
problematische Inhalte produzieren und potenziell schädliche Inhalte wie
Hassreden, Missbrauch und Profanität aus der Ausgabe und Eingabe des
Basismodells entfernen.
KI-Sicherheit
Eine interdisziplinäre Disziplin, die sich mit den
möglichen langfristigen Gefahren einer KI-Superintelligenz befasst,
die sich gegen Menschen wenden könnte.
Kognitives Computing
Ein anderer Begriff für künstliche Intelligenz.
Kontextfenster
Das Kontextfenster eines Sprachmodells bestimmt, wie viel Text
das KI-Tool auf einmal verarbeiten kann. Es ist eine Art
Kurzzeitgedächtnis. ChatGPT hatte lange ein Kontextfenster von 4096
Tokens, was etwa 3000 Wörtern entspricht.
Das KI-Startup Anthropic erweiterte im Sommer 2023 das
Kontextfenster seines ChatGPT-Konkurrenten Claude auf viel
bestaunte 100.000 Tokens.
Seitdem folgen monatlich neue Rekorde, die jedoch eher
statistischen Wert haben, denn bereits 100.000 Tokens entsprechen etwa 120
Seiten eines Standardbuchs.
Das Wettrennen macht zudem zwei Probleme erkennbar:
- den immer höheren Energieverbrauch der Antworten
- das Lost in the Middle-Phänomen: Inhalte,
die in den mittleren Bereichen von Langtexten stehen, überliest die KI
gerne mal, wenn man sie um eine Zusammenfassung bittet.
Anfang und Schluss hingegen fasst sie in der Regel sehr gut
zusammen. 2025 lag der Rekord bei 10 Millionen Tokens.
L
Large Language Model
Large Language Models (LLMs) sind Lernmodelle, die darauf
spezialisiert sind, Texte zu verstehen und zu generieren. Sie werden mit
enormer Datenmengen, insbesondere Texten, trainiert, um menschlich klingende
Texte verfassen zu können.
LLMs können Fragen beantworten, Texte schreiben,
Übersetzungen durchführen und viele andere textbasierte Aufgaben
erledigen. Beispiele für LLMs sind GPT von OpenAI oder
Gemini von Google.
Ein LLM ist ein sehr großes KI-Modell, das auf der
Verarbeitung von Sprache basiert wie ChatGPT. Es wurde mit riesigen
Textmengen trainiert und kann Texte verstehen, schreiben und
zusammenfassen.
Lernen
Intelligenz - sowohl die menschliche als auch die
"Künstliche Intelligenz" - wird durch lebenslanges Lernen
gefördert. Deswegen ist das
Lernen von
essentieller Wichtigkeit!
Lokale KI
Lokale KI bezieht sich auf KI-Systeme, die auf einem Gerät
oder einer Maschine ausgeführt werden anstatt auf einem entfernten Server.
Im Gegensatz zur Cloud-KI, die auf die Verarbeitung von Daten in der Cloud
angewiesen ist, kann lokale KI auch ohne Internetverbindung arbeiten. Lokale KI
wird oft in Anwendungen eingesetzt, die eine schnelle Verarbeitung von Daten
erfordern, z. B. in autonomen Fahrzeugen oder Robotern.
Lora
Lora(Long Range) bezieht sich auf eine drahtlose
Kommunikationstechnologie, die speziell für die Übertragung kleiner
Datenmengen über lange Strecken entwickelt wurde. Diese Technologie wird
in verschiedenen Anwendungen der künstlichen Intelligenz eingesetzt, z. B.
in der Vernetzung von IoT-Geräten (Internet of Things) zur Datenerfassung
und -übertragung.
Lora ermöglicht es, Sensordaten über große
Entfernungen hinweg zu übertragen, was z. B. in Smart Cities, in der
Umweltüberwachung und in der Logistik von Nutzen ist. Die Energieeffizienz
und die Fähigkeit, Signale auch in schwer zugänglichen Gebieten zu
übertragen, machen Lora zu einer beliebten Wahl für drahtlose
Vernetzung. Durch die Verwendung von Lora- Technologie können KI-Systeme
auf eine Vielzahl von Datenquellen zugreifen und so zu einer verbesserten
Entscheidungsfindung und Effizienzsteigerung beitragen.
M
Maschinelles Lernen (ML)
Ein Bereich der KI, der es Computern ermöglicht, aus Daten
zu lernen, ohne explizit programmiert zu werden. Kann mit Trainingssätzen
gekoppelt werden, um neue Inhalte zu generieren.
Machine Learning (ML)
Machine Learning ist eine Anwendungsform von KI. Das Ziel ist
es, dass Maschinen (=Computer) ihre Leistung verbessern, indem sie aus
eigenen Daten Muster und entsprechende Optimierungspotenziale erkennen. Anstatt
die Maschine also einmalig zu programmieren, erlernt sie das bestmögliche
Verhalten auf Basis eigener Erfahrungswerte. Je umfassender dabei die
Datenmenge (Stichwort Big Data), desto höher das Lernpotenzial.
Microsoft Bing
Microsoft Bing. Eine Websuchmaschine von
Microsoft, die ChatGPT-Technologie verwendet.
Multimodal
Multimodale KI. Eine KI, die mehrere Eingabearten wie
Text, Bilder und Videos verarbeiten kann. Narrow AI (Schwache oder begrenzte
KI) KI, die auf eine bestimmte Aufgabe ausgerichtet ist und nicht über
ihre Fähigkeiten hinaus lernen kann. Der Großteil der heutigen KI
ist schwache KI.
Mikrophon
Mikrophon. Elektronisches oder digitales Gerät zur
Aufnahme von Audio (Stimme, Musik, Geräusche). Viele moderne Bildschirme
integrieren einen Mikrophon.
N
Natural Language Generation (NLG, Natürliche
Sprachgenerierung)
Der Prozess, bei dem Computer automatisch Text generieren, der
natürlich und verständlich für Menschen ist.
Natural Language Processing
Natural Language Processing (NLP) beschreibt
computergestützte Techniken zur maschinellen Erkennung und Verarbeitung
von natürlicher Sprache. Das Ziel ist dabei, die direkte
Kommunikation zwischen Mensch und Computer auf Basis natürlicher Sprache
zu ermöglichen, die zwischenmenschliche Kommunikation durch maschinelle
Übersetzung zu erleichtern und Texte in natürlicher Sprache
maschinell analysieren zu können.
NLP verwendet hierfür Erkenntnisse der Sprachwissenschaften
sowie Methoden und Techniken der künstlichen Intelligenz, speziell aus dem
Bereich Machine Learning und der Subkategorie Deep Learning.
Neuronales Netzwerk
Neuronales
Netzwerk. Ein Rechenmodell, das das menschliche Gehirn nachahmt und
darauf trainiert wird, Muster in Daten zu erkennen. Es besteht aus miteinander
verbundenen Knoten oder Neuronen, die Muster erkennen und mit der Zeit
dazulernen können.
Künstliche neuronale Netze, auch künstliche
Neuronale Netzwerke genannt, (Englisch: artificial neural network), sind
Netze aus künstlichen Neuronen. Sie sind ein wichtiger Zweig der
Künstlichen Intelligenz.
Neuronen sind die Nervenzellen des menschlichen Gehirns.
Ein durchschnittlicher Mensch besitzt ca. 86 Millliarden Neuronen, welche
für alle Funktionen des Gehirns zuständig sind: Lernen,
Gedächtnis, Steuerung der unterschiedlichen Körperfunktionen.
Künstliche Neuronen haben dieses biologische Netz als
Vorbild. Man stellt sie natürlichen neuronalen Netzen gegenüber, die
eine Vernetzung von Neuronen im Gehirn eines Menschen sind. Bei
Künstlichen Neuronalen Netzen geht es allerdings mehr um eine
Modellbildung von Informationsverarbeitung, weniger um das Nachbil- den
biologischer Neuronaler Netze.
Es ist zu beobachten, dass die Grenzen zwischen diesen
Teildisziplinen zunehmend verschwinden, was auf die nach wie vor große
Dynamik und Interdisziplinarität dieses Forschungszweigs
zurückzuführen ist. Künstliche Neuronale Netze sind universelle
Funktionsapproximatoren. Beim Trainieren des Netzes werden dabei die Gewichte
anhand einer Fehlerfunktion aktualisiert.
NLP
NLP (Linguistische Datenverarbeitung). Ein Zweig der KI,
der Maschinelles Lernen und Deep Learning nutzt, um Computern die
Fähigkeit zu verleihen, die menschliche Sprache zu verstehen, wobei
häufig Lernalgorithmen, statistische Modelle und linguistische Regeln zum
Einsatz kommen.
Nvidia
NVIDIA ist ein US-amerikanisches Technologieunternehmen,
das ursprünglich für die Entwicklung von Grafikprozessoreinheiten
(GPUs) im Gaming- und Videospielmarkt bekannt wurde.
Mit der Zeit stellten Forscher und Entwickler fest, dass GPUs
aufgrund ihrer parallelen Verarbeitungsfähigkeiten hervorragend für
Deep Learning und komplexe KI-Aufgaben geeignet sind.
Daher hat NVIDIA seine Technologie und Produkte
weiterentwickelt, um den wachsenden Bedarf bei KI und Maschinellem Lernen zu
decken, wodurch das Unternehmen zu einem Schlüsselakteur in diesem
Sektor geworden ist.
O
Overfitting. Ein Fehler, bei dem ein KI-Modell zu sehr
auf die Trainingsdaten ausgerichtet ist und möglicherweise nur bestimmte
Beispiele in diesen Daten identifizieren kann, nicht jedoch neue Daten.
P
Papierclips Maximiser Theorie
Die Theorie, dass eine KI, die darauf programmiert ist, so viele
Büroklammern wie möglich zu produzieren, die Menschheit versehentlich
zerstören könnte.
Parameter
Parameter sind numerische Werte, die LLM-Modellen
Struktur und Verhalten verleihen und so Vorhersagen ermöglichen.
Perplexity
Perplexity ist ein KI-gestützter Chatbot und eine
Suchmaschine. Perplexity verwendet ein großes Sprachmodell, um Fragen mit
neuartigen Antworten zu beantworten. Durch seine Verbindung zum Internet kann
es auch aktuelle Informationen bereitstellen und Ergebnisse aus dem gesamten
World Wide Web abrufen.
Perplexity ist eine KI-gesteuerte Plattform für
Informationsrecherche und -verteilung, die natürliche Sprachanfragen
versteht und sofortige Antworten liefert. Sie bietet fundierte Antworten und
nutzt Quellen wie Wikipedia. Als schlanke Alternative zu ChatGPT basiert sie
auf OpenAIs API und ist zudem Open-Source, was Flexibilität und
Anpassbarkeit ermöglicht.
Playground
Ein Playground ist eine virtuelle Umgebung, die es Entwicklern
ermöglicht, mit KI-Modellen und -Algorithmen zu experimentieren, ohne
aufwendige Infrastruktur aufsetzen zu müssen. In einem solchen
Sandbox-ähnlichen Setting können Nutzer verschiedene Parameter und
Datensätze testen, um das Verhalten von KI-Modellen zu untersuchen und zu
verstehen.
Oft bieten Unternehmen und Forschungseinrichtungen eigene
Playgrounds an, um die Nutzung ihrer KI-Technologien zu fördern. Der
Playground dient als sicherer Raum, um neue Ideen zu erproben, Fehler zu machen
und das Verständnis für KI-Systeme zu vertiefen. Durch die
Interaktion mit einem Playground können Entwickler und Forscher ihre
Fähigkeiten im Umgang mit KI verbessern und neue Anwendungen
entwickeln.
Prompt ist die Eingabe, die man in einem KI-Chatbot
eintippt, um eine Antwort (Reaktion) zu erhalten.
Prompt Chaining. Die Fähigkeit einer KI, vorherige
Eingaben zu berücksichtigen, um zukünftige Antworten zu beeinflussen.
"Alles bleibt im Fluß", solange das Gespräch mit dem Chatbot
andauert.
Ein Prompt ist eine Anweisung in natürlicher
Sprache, die ein Ergebnis aus einem Chatbot für Text, Bild, Audio, Video
oder Code erzeugt. Diese Anweisung kann unterschiedliche Formen und
verschiedene Längen haben: von einem simplen Satz über einen
längeren Absatz bis zu einem mehrseitigen Dokument...
Die Herausforderung beim Prompt Engineering besteht darin, dass
es aufwendig sein kann, Prompts so zu gestalten, dass die Ergebnisse stabil
reproduzierbar sind, zu verstehen, warum bestimmte Prompts funktionieren und
andere nicht, und dass der gesamte Prozess nicht immer intuitiv ist. Prompt
Engineering hat also zunächst einmal nichts mit klassischer
Ingenieurskunst oder Programmierung zu tun. Zwar profitiert auch Prompt
Engineering von strukturiertem Denken, verwendet aber Natürliche Sprache
und keine Programmiersprache.
Prompt Engineering
Die Kunst, KI durch gut formulierte Eingaben gezielt zu
steuern. Dabei kommt es auf Struktur, Formulierungen und Kontext an.
Prompt Engineering bezeichnet die gezielte Formulierung von
Eingaben (Prompts), um generative KI-Modelle zu gewünschten Ausgaben zu
steuern. Es handelt sich dabei um eine neue Form des digitalen Ausdrucks und
Denkens.
Effektives Prompting ist kein technischer Trick, sondern
Ausdruck epistemischer und sprachlicher Kompe- tenz. Wer fragt, kontrolliert,
was generiert wird das birgt Macht, aber auch Verantwortung.
In Bildungsprozessen braucht es daher eine Reflexion über
Sprache, Absicht und Wirkung von Prompts.
Q
Quantencomputer
Die jüngste Generation von leistungsfähigen Computer.
Quantencomputer arbeiten auf Grundlage der Gesetze der Quantenmechanik.
Mehr dazu.
Quantenmechanik
Der deutsche Physiker Werner Heisenberg (1901
1976) veröffentlichte 1925 die erste Formulierung der Quantenmechanik.
1927 formulierte er die Heisenbergsche Unschärferelation, eine der
fundamentalen Aussagen der Quantenmechanik nämlich, dass bestimmte
Messgrößen eines atomaren Teilchens, etwa die Bestimmung dessen
Ortes und dessen Impulses, nicht gleichzeitig beliebig genau zu
bestimmen sind.
Für die Begründung der Quantenmechanik wurde
Werner Heisenberg 1932 mit dem Nobelpreis für Physik
ausgezeichnet.
R
Reasoning
Reasoning, Schlussfolgern oder
Argumentieren, bezeichnet die Fähigkeit von KI-Modellen,
Informationen logisch zu verarbeiten und daraus fundierte Entscheidungen
abzuleiten.
Aktuelle KI-Modelle wie DeepSeek und ChatGPT
haben hier bedeutende Fortschritte gemacht. Sie zerlegen Aufgaben in kleinere
Schritte und durchdenken zunächst Schritt für Schritt verschiedene
Lösungswege, bevor sie eine Antwort präsentieren.
So können sie u. a. komplexe Probleme in Mathematik oder
Physik besser bewältigen. Diese Fähigkeit ist ein Meilenstein, da sie
KIs näher an menschliches Denken heranführt und ihre
Einsatzmöglichkeiten erweitert.
Statt durch mehr Daten werden die Modelle besser, indem sie
besser nachdenken. Allerdings gibt es Grenzen: Die Modelle können zwar
logisch argumentieren, aber echtes Verständnis fehlt ihnen. Zudem basieren
ihre Schlussfolgerungen auf den in den Daten enthaltenen Mustern und
können bei ungewöhnlichen Situationen halluzinieren.
Rechenleistung für KI
Künstliche Intelligenz erfordert sehr schnelle Rechner,
schlaue Programme und ganz viele Daten. Vor acht Jahren, also im Jahr 2016
gelang der Software AlphaGo eine Sensation: Sie besiegte
den Südkoreaner Lee Sedol, den damals besten Go-Spieler
der Welt.
Dieser Erfolg war erstaunlich, weil es bis dahin für einen
Computer unmöglich schien, im komplexesten Spiel der Welt gegen einen
Menschen zu siegen. Dieser Sieg war möglich, weil eine enorme
Rechenleistung dahinter stand. So kam während der Partien mit Lee Sedol
ein Rechnerverbund zum Einsatz, der aus insgesamt 1.920 Prozessoren (CPUs)
und 280 Grafikprozessoren (GPUs) bestand.
Regulierung
Regulierung bezieht sich auf die Gesetze, Vorschriften und
Standards, die von Regierungen und anderen Institutionen festgelegt werden, um
die Entwicklung und Anwendung von KI zu steuern und zu kontrollieren.
Ziel ist es, sicherzustellen, dass KI-Systeme verantwortungsvoll
eingesetzt werden und keine negativen Auswirkungen auf die Gesellschaft haben.
Die Regulierung von KI ist ein komplexes Thema, das viele Fragen aufwirft, z.
B. wer für die Regulierung verantwortlich ist und wie sie durchgesetzt
werden kann.
Risikostufen
KI-Systeme werden anhand ihres potenziellen Risikos für
Gesundheit, Sicherheit und Grundrechte von Personen meist in vier Risikostufen
eingeteilt.
- Inakzeptables Risiko: KI-Systeme mit inakzeptablem Risiko
können schwere oder irreversible Schäden verursachen. Beispiele sind
KI-Systeme, die für autonome Waffensysteme oder die Überwachung von
Personen eingesetzt werden.
- Hohes Risiko: KI-Systeme mit hohem Risiko können
erhebliche Schäden verursachen. Beispiele sind KI-Systeme, die für
die medizinische Diagnose oder das autonome Fahren eingesetzt werden.
- Begrenztes Risiko: KI-Systeme mit begrenztem Risiko
können leichte oder moderate Schäden verursachen. Beispiele sind
KI-Systeme, die für die Personaleinsatzplanung oder die Kundenberatung
eingesetzt werden.
- Minimales Risiko: KI-Systeme mit minimalem Risiko
verursachen keine oder nur sehr geringe Schäden. Beispiele sind
KI-Systeme, die für die Produktauswahl oder die Werbung eingesetzt
werden.
Roboterjournalismus
Roboterjournalismus bezieht sich auf den Einsatz von KI und
Algorithmen, um automatisch Nachrichtenartikel zu erstellen. Dabei
werden Daten und Informationen aus verschiedenen Quellen gesammelt und
verarbeitet, um einen Artikel zu generieren.
Der Einsatz von Roboterjournalismus kann dazu beitragen, den
Prozess der Nachrichtenerstellung zu beschleunigen und zu automatisieren.
Allerdings gibt es auch Bedenken hinsichtlich der Qualität und
Objektivität solcher Artikel, da sie nicht von menschlichen Journalisten
verfasst werden und es bisweilen an sorgfältiger redaktionelle Kontrolle
hapert.
Robotik
Die Robotik beschäftigt sich mit der Entwicklung und
Herstellung von Robotern. Ziel ist es, dass Roboter dem Menschen Teile seiner
Arbeit abnehmen. Neben körperlichen Tätigkeiten (Industrieroboter)
werden auch immer mehr kognitive Tätigkeiten (Serviceroboter)
übernommen. Die Robotik ist ein interdisziplinäres Feld aus
Elektrotechnik, Mechanik und künstlicher Intelligenz.
S
Selbstfahrende Autos. Autonom fahrende Fahrzeuge.
Schwache künstliche Intelligenz
Die schwache künstliche Intelligenz bezieht sich auf
KI-Systeme, die auf spezifische Aufgaben oder Problemlösungen
beschränkt sind, im Gegensatz zur starken künstlichen Intelligenz,
die menschenähnliche kognitive Fähigkeiten aufweisen soll.
Diese Systeme sind darauf ausgelegt, bestimmte Aufgaben
effizient zu erledigen, wie beispielsweise Spracherkennung, Bilderkennung oder
Empfehlungssysteme. Schwache KI wird in vielen Anwendungen eingesetzt, von
virtuellen Assistenten bis hin zu medizinischen Diagnosesystemen
Semantic Web (Semantisches Web)
Eine Erweiterung des aktuellen World Wide Webs, in der
Informationen in einer Weise strukturiert werden, die es Computern
ermöglicht, den Inhalt der Daten besser zu verstehen und darauf zu
reagieren.
Sentiment Analysis
Bei der Sentiment-Analyse wird KI zur Analyse und Interpretation
von Emotionen und Meinungen, die in Texten oder Sprache zum Ausdruck kommen,
verwendet.
Sensorik
Um das Konzept des Internet of Things (IoT) funktionsfähig
zu machen, ist die Ausstattung der Geräte und Objekte mit Sensoren
nötig. Die so vernetzten Gegenstände können ständig
kommunizieren, nicht nur untereinander, sondern auch mit anderen Systemen.
Im Unternehmenskontext können z. B. Produktion, Vertrieb,
Entwicklung und sogar Kunden und Lieferanten in die vernetzte Welt eingebunden
werden. Die vernetzten Maschinen können sich selbstständig und
intelligent steuern.
In einem Produktionsbetrieb oder einer Werkstatt weiß jede
IoT-fähige Maschine wie viele Bauteile noch im Lager sind. Geht ein
Lagerbestand zur Neige, sendet das System automatisch eine Bestellung zum
Lieferanten, der daraufhin Nachschub liefert.
Der Einsatz von Sensoren erlaubt auch die predictive
maintenance (vorausschauende Wartung). Dabei erkennen und
lernen Sensoren und Datenverarbeitungssysteme, wann beispielsweise eine
Maschine oder auch Teile von Infrastrukturen gewartet werden müssen,
sodass die Instandhaltung vorausschauend und kosteneffizient umgesetzt werden
kann. Dies sorgt für Kosteneinsparungen, vermindert Sicherheitsrisiken und
reduziert Ausfallzeiten.
Sicherheitsrisiken
Zu den Sicherheitsrisiken in der Anwendung künstlicher
Intelligenz zählen z. B. Datenschutzverletzungen, unerwünschte
Manipulationen durch fehlerhafte Algorithmen und die Möglichkeit von
Cyberangriffen auf KI-Systeme.
Die Identifizierung und Bewältigung dieser Risiken ist
entscheidend, um das Vertrauen in KI-Technologien zu stärken und ihre
sichere Anwendung zu gewährleisten. Unternehmen und Entwickler sind daher
gefordert, Sicherheitsmaßnahmen zu implementieren, um die potenziellen
Risiken im Zusammenhang mit künstlicher Intelligenz zu minimieren.
Sora
Sora heißt das KI-Video-Tool von OpenAI.
Seit März 2025 ist es auch in der EU verfügbar. Google hat mit Veo 2
ein Konkurrenzangebot gestartet.
Sprachsteuerung
Sprachsteuerung kann bei der Bedienung einer Maschine oder eines
Computers nützlich sein, wenn beispielsweise keine Hand frei ist... Die
Spracheingabe ist nicht neu. Einen Zulauf erlebte die Technologie zuletzt mit
der Einführung von Sprachassistenten wie Alexa von Amazon oder
Siri von Apple.
Pkw-Navigationssysteme können per Spracheingabe Adressen
und Namen entgegen nehmen und per Sprachausgabe Meldungen zur Navigation oder
Verkehrsstörungen ausgeben. Der Dialog ist dabei oft stark formalisiert,
Schlüsselworte müssen an einer bestimmten Position im Satzbau
auftauchen, um erkannt und korrekt zugeordnet zu werden.
Spracheingabe ist dann sinnvoll, wenn der Anwender damit
nicht überfordert wird. Das bedeutet, dass er entweder über
alternative Möglichkeiten der Eingabe verfügt, oder die Eingabesyntax
so einfach ist, dass kein Lern- aufwand erforderlich ist. In Verbindung mit
bekannten Bedienmodalitäten kann das SUI (Speech User Interface)
mit dem GUI (Grafisches User Interface) kombiniert werden und stellt eine
sinnvolle Ergänzung zum Display mit Touchscreen, Tastatur und Maus dar.
Online oder offline?
Grundsätzlich unterscheidet man zwischen Online- und
Offline-Sprachsteuerung. Online-Geräte können beispielsweise mit
Unterhaltungselektronik vernetzt werden und diese steuern. Sprachsteuerungen,
die ein abgeschlossenes System darstellen, können offline eingesetzt
werden.
Das bietet beispielsweise Vorteile bei geringer Netzabdeckung.
Auch für die Industrie wird die Spracheingabe interessant, ermöglicht
sie doch weitergehende Bedienvarianten und erhöhte Flexibilität.
Durch die lange Lebensdauer einer Maschine und des erhöhten
Sicherheitsbedarfs in der Fertigung stellen Anwender jedoch zusätzliche
Anforderungen. Sie müssen über einen langen Zeitraum verfügbar
und gegebenenfalls erweiterbar sein, das Aktivierungswort (Wake Word) muß
frei wählbar sein und es sollten unterschiedliche Sprachen verfügbar
sein.
Starke künstliche Intelligenz
Die starke künstliche Intelligenz bezieht sich auf eine
Form der KI, die in der Lage ist, komplexe Probleme eigenständig zu
lösen, ohne menschliche Eingriffe. Sie besitzt die Fähigkeit,
Aufgaben zu bewältigen, die normalerweise menschliche Intelligenz
erfordern, wie beispielsweise das Lösen von Problemen, das Verstehen
natürlicher Sprache und das Lernen aus Erfahrungen.
Diese Art der KI wird oft als allgemeine KI
bezeichnet, da sie ein breites Spektrum von Aufgaben bewältigen kann. Die
Entwicklung einer starken künstlichen Intelligenz wirft ethische und
gesellschaftliche Fragen auf, da sie potenziell weitreichende Auswirkungen auf
die Menschheit haben könnte. Forscher und Experten arbeiten daran, die
Entwicklung und Anwendung dieser Technologie verantwortungsbewusst zu
gestalten, um sicherzustellen, dass sie zum Wohl der Gesellschaft eingesetzt
wird.
Stochastischer Papagei
Stochastischer Papagei. Eine Analogie, die zeigt, dass
große Sprachmodelle Sprache imitieren, ohne die Bedeutung dahinter zu
verstehen.
Style Transfer
Style Transfer (Stiltransfer). Die Fähigkeit, den
Stil eines Bildes auf ein anderes zu übertragen, wie etwa ein
Selbstporträt von Rembrandt im Stil von Picasso neu zu erstellen.
Supercomputer
Supercomputer. Ein "Superrechner" ist ein extrem
leistungsstarker Computer, der speziell dafür entwickelt wurde, die
komplexen Berechnungen zu bewältigen, die für das Training und den
Betrieb von KI-Lösungen erforderlich sind.
Supervised Learning (überwachtes Lernen)
Eine Methode des Maschinellen Lernens: Die KI erhält viele
Beispiele mit bekannten Ergebnissen und lernt, daraus Regeln abzuleiten.
T
Temperatur
Temperatur. Ein Parameter, der festlegt, wie risikobereit
ein KI-Modell bei seinen Antworten ist.
Text-zu-Bild-Generierung
Text-zu-Bild-Generierung. Der Prozess, Bilder basierend
auf Textbeschreibungen (=Prompts) zu erstellen.
Tokens
Tokens. Kleine Einheiten von Text, die von KI-Modellen
verarbeitet werden, um Antworten zu generieren. Ein Token entspricht vier
Zeichen in englischer Sprache oder etwa einem Dreiviertelwort.
Tokens sind kleine Einheiten (z. B. Wortteile oder ganze
Wörter), in denen Sprach-KI Texte verarbeitet. Tokens bestimmen oft, wie
lang ein Text sein darf oder wie präzise die Antworten sind.
Training
Der Vorgang, bei dem eine KI anhand von Daten lernt. Die
Qualität dieses Trainings entscheidet, wie gut oder zuverlässig sie
später arbeitet.
Trainingsdaten
Datensätze, wie Text, Bilder, Code oder Daten, mit denen
KI-Modelle trainiert werden.
Tool Calling
Tool Calling (auch Function Calling
genannt) bezeichnet die Fähigkeit von GenAI-Tools, andere
Softwareanwendungen über Schnittstellen (APIs) anzusprechen, um
spezifische Aufgaben zu erfüllen oder Daten zu liefern, die sie für
ihre eigentliche Aufgabe benötigt.
So kann die KI auf die Stärken anderer Programme zugreifen
und ihre effizienter arbeiten oder ganz neue Aufgaben erledigen, an denen sie
bisher gescheitert war. Die Fähigkeit zum Tool Calling in Verbindung mir
der Fähigkeit der Modelle zum reflektierten Nachdenken
(Reasoning) markiert den Übergang von KI-Assistenten zu
KI-Agenten.
Turing, Alan
Turing, Alan. Berühmter britischer Mathematiker und
Informatiker, "Vater der KI" genannt.
Turing-Test. Benannt nach Alan Turing, wird mit diesem
Test die Fähigkeit einer Maschine getestet, sich wie ein Mensch zu
verhalten. Die Maschine besteht den Test, wenn ein Mensch die Reaktion der
Maschine nicht von der eines anderen Menschen unterscheiden kann.
Transformer-Modell
Transformer-Modell. Eine neuronale Netzwerkarchitektur
und ein Deep-Learning-Modell, das Kontext lernt, indem es Beziehungen in Daten
verfolgt, wie in Sätzen oder Teilen von Bildern. Anstatt also einen Satz
Wort für Wort zu analysieren, kann es den gesamten Satz betrachten und den
Kontext verstehen.
U
Überanpassung
Überanpassung (Englisch: Overfit) beschreibt die
Eigenschaft eines KI-Systems, welches im Rahmen der Lernphase zu sehr auf die
Inhalte der Trainingsdaten abgestimmt wurde, indem es ab einem bestimmten
Zeitpunkt für eine Generalisierung irrelevante Merkmale in den
Entscheidungsprozess einbezieht.
Entsprechend unzufriedenstellend fällt die Leistung aus,
wenn das System vermeintlich ähnliche Testdaten verarbeitet, welche diese
irrelevanten Merkmale nicht enthalten. Man spricht davon, dass KI-Systeme mit
dieser Eigenschaft ein geschwächtes Generalisierungsvermögen
besitzen.
Überwachtes Lernen
Das überwachte Lernen stellt ein Lernverfahren dar, welches
für die Entwicklung von Modellen, sowohl aus dem Bereich der symbolischen
als auch der subsymbolischen KI eingesetzt wird.
Voraussetzung dafür ist, dass den Trainingsdaten
erwartbare Ergebnisse anhand von Labels oder ähnlichen
Kategorisierungsmöglichkeiten zugeordnet werden. Auf diesem Weg
können vom KI-System vorgenommene Zuordnungen autonom überprüft
werden und das Modell anschließend durch passendende Algorithmen (u. a.
Klassifikation) angepasst werden.
Dabei wird das Ziel verfolgt, relevante Muster zu identifizieren
und die Erkenntnisse anschließend auf unbekannte Daten anzuwenden.
Unüberwachtes Lernen
Das unüberwachte Lernen stellt ein Lernverfahren dar,
welches für die Entwicklung von Modellen, sowohl aus dem Bereich der
symbolischen als auch der subsymbolischen KI eingesetzt wird. Für die
Modellentwicklung stehen entgegengesetzt zum überwachten Lernen allerdings
nur nicht-kategorisierte Trainingsdaten zur Verfügung.
Häufig wird das unüberwachte Lernen eingesetzt, um
durch geeignete Verfahren (z. B. Clustering) und ohne Feedback von außen,
Muster und Merkmale in den Daten zu identifizieren, die im Rahmen einer
konventionellen Analyse eventuell unentdeckt geblieben wären.
Urheberrecht
Das Urheberrecht ist ein Recht des geistigen Eigentums, das dem
Urheber eines Werks die ausschließliche Befugnis zur Verwertung dieses
Werks einräumt. Urheberrechtlich geschützt sind nur Werke, die eine
persönliche geistige Schöpfung des Urhebers sind.
In Anwendungen der Künstlichen Intelligenz stellt das
Urheberrecht einige Herausforderungen dar. So ist beispielsweise unklar, ob
KI-generierte Werke urheberrechtlich geschützt sind. Außerdem stellt
sich die Frage, wie das Urheberrecht die Nutzung von KI-gestützten
Technologien wie Text- und Bilderkennung beeinflusst.
V
Verantwortungsvolle KI (Responsible AI)
Ein Ansatz, bei dem beim Entwickeln und Nutzen von KI ethische,
rechtliche und soziale Fragen mitgedacht werden etwa Datenschutz,
Fairness und Transparenz.
Vertex AI
Vertex AI ist eine KI-Entwicklungsplattform von Google für
die Konzeption und Erstellung eigener Apps auf Basis von Generativer KI und
Prozessautomatisierung.
Funktionen wie AI Studio, ein Agent Builder, der der
CostomGPT-Funktion in OpenAIs ChatGPT ähnelt, und mehr als 130
Basismodelle, darunter Gemini 1.5 Pro, ermöglichen Programmierung mit nur
minimalen oder ganz ohne Programmierkenntnisse.
Verstärkendes Lernen
Das verstärkende Lernen stellt ein Lernverfahren dar,
welches für die Entwicklung von Machine-Learning-Modellen eingesetzt wird.
Mittels einer zu definierenden Belohnungsfunktion werden dem System auf anfangs
noch zufällige Aktionen je nach Erfolg positives oder negatives Feedback
gespiegelt.
Durch das Streben des Systems nach der
größtmöglichen Belohnung nähert sich der Algorithmus
allmählich der bestmöglichen Lösung für das gegebene
Problem. Für den gesamten Prozess wird kein vorheriges Datenmaterial
benötigt, wodurch sich dieses Lernverfahren vom überwachten und
unüberwachten Lernen abgrenzt.
Virtual Reality (VR)
Virtual Reality, kurz VR, ist eine in Echtzeit
computergenerierte, interaktive virtuelle Umgebung, die mithilfe einer
VR-Brille erlebbar gemacht wird. Durch die Brille sieht der Nutzer eine
immersive 360°-Umgebung (virtuelle Umgebung) und nimmt die reale Umwelt
nicht mehr wahr. Der Nutzer kann über ein Eingabegerät mit der
Umgebung interagieren. VR wird bereits für viele Industrieanwendungen,
Schulungen, 3D-Games etc. eingesetzt, um Situationen zu simulieren.
W
Walterscheid, Ursula
Walterscheid, Ursula. Mitarbeiterin dieser Website.
Ursula Walterscheid recherchiert, erstellt Texte und Fotos.
Wetterprognosen
Der Deutsche
Wetterdienst (DWD) hat einen Durchbruch bei der Forschung mit KI bei
Wettervorhersagen und Klimaanalysen erzielt. Zum ersten Mal ist es gelungen,
Wetterbeobachtungsdaten ausschließlich mit Hilfe von KI in
Vorhersagemodelle und Analyseprozesse einzuspeisen.
WhatsApp
hat inzwischen auch KI integriert in Form des
Chatbots Meta AI. Damit haben die User die Qual der KI-Wahl, denn
seit Dezember 2024 ist auch ChatGPT über den Messenger-Dienst erreichbar.
Aktuell funktioniert das nur mit Textnachrichten Interaktionen über
Sprachaufnahmen oder Bilder sind noch nicht möglich.
X, Y
Z
Zero-Shot-Lernen
Eine Methode, bei der ein KI-Modell eine Aufgabe ohne
spezifische Trainingsdaten meistert, wie etwa das Erkennen eines Löwen,
obwohl es nur auf Tiger trainiert wurde...
Zitierrecht
Das Zitierrecht bezieht sich auf die Erlaubnis, Texte, Ideen
oder Werke anderer Personen unter bestimmten Bedingungen zu zitieren oder zu
verwenden. Es ermöglicht es, kurze Auszüge aus geschützten
Werken zu verwenden, solange die Quelle ordnungsgemäß angegeben
wird.
Das Zitierrecht ist wichtig, um die Integrität des
geistigen Eigentums zu wahren und gleichzeitig den Austausch von Wissen und
Informationen zu fördern. In der KI-Anwendung kann das Zitierrecht
relevant sein, wenn Algorithmen auf Textdaten trainiert werden, die aus
verschiedenen Quellen stammen. Es ist wichtig, die rechtlichen Aspekte des
Zitierrechts zu beachten, um die Einhaltung von Urheberrechten und
Lizenzvereinbarungen sicherzustellen.
Zuckerberg, Mark
Erfinder des in Westeuropa (und heute noch in vielen anderen
Teilen der Welt) sehr populären Social Networks Facebook (=Meta).
Im KI-Business war der Facebook-Mutterkonzern Meta, den
Zuckerberg leitet, lange überraschend unauffällig. Für Aufsehen
sorgte dann seine Ankündigung, das eigene Large Language Model
LLaMA unter eine Open-Source-Lizenz zu stellen und damit Allen einen
kostenlosen, freien Zugang zu der KI-Technologie zu gewähren.
Llama 3, die neueste Version (mit diversen Unterversionen 3.x),
soll den Weg weisen in Richtung einer Artificial General Intelligence. Die
Einbindung als Meta AI in WhatsApp, Instagram und Facebook
Messenger trägt sicherlich dazu bei. Denn seitdem erhält Meta ein
Vielfaches an KI-User-Daten.
Zustimmung zu KI in DE
Wie ist die Zustimmung zu KI in DE bei Privatpersonen, bei
Unternehmen? In Deutschland überwiegt aktuell klar die Sicht auf KI als
Chance sowohl bei Bürgern als auch in Unternehmen, aber es gibt
merkliche Sorgen und großen Nachholbedarf bei der praktischen
Nutzung.
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