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D ie Idee von Robotern
reicht bis in die Antike zurück: Bereits im alten Griechenland, China und
Ägypten wurden Automaten gebaut, etwa Wasseruhren oder mechanische
Vögel.
Im Mittelalter entwarf Leonardo da Vinci erste
mechanische Automaten, die allerdings nicht realisiert wurden.
Die Anfänge der Roboter
Frühe Versionen der Roboter waren der Automaton
Chess Player des Schachmeisters von Turk und die Difference Engine
von Charles Babbage.
Die Entwicklung ab 1920
Die frühe Entwicklung der Roboter ab 1920 ist eine
pitoreske Phase in der Geschichte der Robotik, in der die ersten grundlegenden
Konzepte und Maschinen entstanden, die den Weg für die heutige Robotik
ebneten.
In den 1920er Jahren begannen die ersten Ingenieure und
Erfinder, sich intensiver mit der Entwicklung von Robotern zu
beschäftigen.
Allerdings blieb die Entwicklung bis 1950 auf den Einsatz
in der Automobil-Industrie beschränkt.
Es folgten die ersten rudimentären Roboter, die oft
eher mechanische Kuriositäten als voll funktionsfähige Maschinen
waren.
Dennoch spiegelten sie das wachsende Interesse und die
Fortschritte in der Entwicklung intelligenter Maschinen wider.
Der Roboter Elektro auf der Weltausstellung
1939
Der Roboter Elektro von Westinghouse
war einer der frühesten und bekanntesten Roboter seiner Zeit.
Er feierte sein Debüt auf der Weltausstellung in New
York im Jahr 1939 und faszinierte die Besucher mit seinen beeindruckenden
Fähigkeiten.
Elektro, ein humanoider Roboter aus Metall, war 2,10 Meter
groß und konnte eine Reihe von Aufgaben ausführen, die für
damalige Verhältnisse erstaunlich waren.
Er war in der Lage, auf Sprachbefehle zu reagieren,
einfache Sätze zu sprechen und Fragen zu beantworten.
Elektro konnte seine Arme und Beine bewegen, was ihn zu
einer der ersten Maschinen machte, die eine menschenähnliche Interaktion
simulierten.
Sein Auftritt auf der Weltausstellung demonstrierte nicht
nur den technologischen Fortschritt der Zeit, sondern auch das Potenzial der
Robotik, das sich in den kommenden Jahrzehnten entfalten sollte.
Mit den technischen Fortschritten der 1940er Jahre nahm
die Entwicklung der Roboter Fahrt auf. Es gab die ersten Anwendungen in
industriellen Prozessen und in militärischen Projekten.
Diese frühen Roboter waren weit von den komplexen
Systemen entfernt, die wir heute kennen, doch sie legten wichtige Grundlagen in
der Steuerungstechnik und Automatisierung.
Georg Devol und sein Industrie-Roboter
Unimate (1940er)
In den 1940er Jahren legte der US-Amerikaner George
Devol den Grundstein für den industriellen Einsatz der Roboter, als er
den ersten programmierbaren Roboter entwickelte.
In Zusammenarbeit mit der Firma Unimation entstand
in den späten 1950er-Jahren der Roboter Unimate, der 1961 in einer
Produktionslinie bei General Motors zum Einsatz kam. Unimate war darauf
spezialisiert, sich wiederholende Aufgaben wie das Montieren und
Schweißen von Autoteilen zu übernehmen.
Er bewegte sich auf einer festgelegten Bahn und
führte präzise, vorprogrammierte Bewegungen aus. Der Einsatz von
Unimate in der Autoindustrie markierte einen Wendepunkt in der industriellen
Produktionstechnik.
Er bewies, dass Roboter nicht nur in der Lage sind,
monotone und gefährliche Arbeiten effizienter und sicherer als Menschen
auszuführen, sondern dass sie auch die Grundlage für die umfassende
Automatisierung von Produktionsprozessen bilden können.
Unimate war der Vorläufer moderner Industrieroboter
und ebnete den Weg für die weitreichende Automatisierung, die heute in
zahlreichen Branchen Standard ist.
Diese Innovation revolutionierte die industrielle
Produktion und veränderte das Verständnis von Effizienz und
Produktivität nachhaltig.
Norbert Wiener, Kybernetik (1948)
Norbert Wiener veröffentlichte 1948 sein
visionäres Buch mit dem Titel: Cybernetics: Or Control and Communication
in the Animal and the Machine. Es gilt bis heute als grundlegendes Werk der
Kybernetik.
In diesem Buch legte Wiener die theoretischen Grundlagen
für die Steuerung und Kommunikation in biologischen und mechanischen
Systemen.
Seine Arbeit war wegweisend, da sie die Prinzipien der
Rückkopplung und der Informationsverarbeitung auf Maschinen anwendete, was
den Grundstein für die moderne Robotik legte.
Norbert Wiener gilt daher als einer der bedeutendsten
Pioniere in der Entwicklung von Technologien, die Maschinen intelligenter und
anpassungsfähiger machen.
Seine Ideen beeinflussten nicht nur die Robotik, sondern
auch zahlreiche andere Disziplinen, von der Informatik bis zur
Neurowissenschaft.
William Grey Walter entwickelt autonome Roboter (1948)
Der britische Ingenieur William Grey Walter bekannt
für seine Erfindungen in der Robotik und in der Künstlichen
Intelligenz entwickelte 1948 die ersten autonomen Roboter.
Walter war überzeugt, dass Roboter nicht nur einfache
Maschinen sein sollten, sondern dass sie das Verhalten von Tieren und Menschen
nachahmen und verstehen könnten.
Diese Überzeugung führte ihn zu der Entwicklung
von Elmer und Elsie, zwei Robotern, die sich
selbstständig fortbewegen und ihre Umgebung erkunden konnten.
In den 1950er Jahren verfeinerte Walter seine Roboter
weiter, die als frühe Vorläufer moderner Industrieroboter gelten.
Elmer und Elsie waren in der Lage, auf Licht und Hindernisse zu reagieren, was
sie zu den ersten autonomen Maschinen machte, die sich an ihre Umgebung
anpassen konnten.
Walters Arbeiten legten den Grundstein für die
Entwicklung von Robotern, die nicht nur programmierten Anweisungen folgen,
sondern auch auf Umweltveränderungen reagieren und intelligente
Entscheidungen treffen können...
Nach dem II. Weltkrieg
begann die moderne Robotik mit der Erfindung des programmierbaren
Industrieroboters Unimate in den 1960er Jahren; dieser wurde erstmals in
der Automobilindustrie eingesetzt.
In den 1970er Jahren entstanden mit dem PUMA-Roboter
programmierbare Roboterarme für die Montage. |
Karel Capek erfindet den
Roboter |
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Der Begriff Roboter wurde 1921 vom
tschechischen Schriftsteller Karel Capek in seinem Theaterstück
R.U.R. geprägt. Karel Capek beschrieb Maschinen, die für
Menschen arbeiten konnten.
Capek, Schriftsteller und Journalist, gilt als
einer der Pioniere der Science-Fiction-Literatur.
Besonders bekannt wurde er durch sein
Theaterstück Rossums Universal Robots (R.U.R.), das
erstmals 1920 aufgeführt wurde. Der Begriff Roboter wurde vom
tschechischen Wort robota abgeleitet, das Zwangsarbeit bedeutet.
In R.U.R. beschreibt er künstlich
geschaffene Menschen, die von der Firma Rossums Universal Robots
hergestellt werden. Diese künstlichen Wesen, die aus synthetischem
organischem Material bestehen, werden zunächst als billige
Arbeitskräfte eingesetzt, entwickeln jedoch ein eigenes Bewusstsein und
rebellieren gegen ihre Schöpfer. |
Isaac Asimov und die drei Gesetze der Robotik (1942)
In seiner Kurzgeschichte
Robbie (1940) präsentierte der russisch-amerikanischee Autor
Isaac Asimov erstmals das Konzept von
Maschinen mit künstlichem Gehirn, die er als Roboter bezeichnete.
Es folgte eine intensive literarische Auseinandersetzung
mit den gesellschaftlichen, ethischen und technologischen Herausforderungen der
Robotik, die Isaac Asimov zeitlebens prägte.
Bereits während seines Chemiestudiums an der
Columbia University begann Asimov, Kurzgeschichten und Erzählungen zu
schreiben.
Dann veröffentlichte er in rascher Folge weitere
Erzählungen und Romane, die ihn weltberühmt machten: die
Foundation-Erzählungen und die Robotergeschichten, in denen er die drei
Gesetze der Robotik formulierte.
Beide Serien verband er Jahrzehnte später zu einer
großen »Geschichte der Zukunft«.
In diversen Interviews erläuterte Asimov, dass er
die Drei Gesetze der Robotik bewusst flexibel formuliert hatte, um Raum
für spannende Geschichten zu schaffen, in denen Roboter durch unerwartete
Auslegungen der Gesetze potenziell gefährlich werden.
Isaac Asimov
spekulierte auch gerne über die Zukunft der Robotik. Er stellte sich diese
Zukunft vor, in der sich Roboter und Menschen zu hybriden Wesen entwickeln, die
Merkmale beider Welten vereinen. |